Wenn sich die Ohrenentzündung beim Hund immer wieder zurückkehrt
Wenn Ihr Tier den Kopf schüttelt, sich an den Ohren kratzt oder die Ohrmuschel ungewöhnlich riecht – dann lohnt es sich, genauer hinzuschauen. Ohrenentzündungen können still beginnen, oft ohne dass man es sofort bemerkt. Ob Hund oder Katze: Die Ohren sind eines der häufigsten Problemgebiete in der Tierdermatologie.
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Die häufigsten Krankheitsbilder
Ohrenentzündungen sind immer ein Symptom – kein eigenständiges Krankheitsbild. Diese fünf Ursachen stecken am häufigsten dahinter – ob beim Hund oder bei der Katze.
Bakterien & Hefe
Rötungen, Ausfluss und ein unangenehmer Geruch aus dem Ohr sind typische Zeichen. Bakterien und Hefepilze siedeln sich besonders gerne in feuchten, warmen Gehörgängen an – ein Teufelskreis, der sich ohne Behandlung schnell verschlimmert.
Ohrmilben
Bei Tieren, die sich viel im Freien aufhalten, sind Ohrmilben eine der häufigsten Ursachen. Diese winzigen Parasiten sind mit bloßem Auge nicht zu erkennen und verursachen starken Juckreiz – manchmal noch Wochen nach der Behandlung.
Allergie als Auslöser
Pollen, Futtermittel oder Hausstaubmilben – Allergien stecken häufig hinter immer wiederkehrenden Ohreninfektionen. Wird die Grunderkrankung nicht mitbehandelt, wird die Ohrenentzündung chronisch.
Anatomie & Rassemerkmale
Hunde mit Schlappohren oder besonders engen Gehörgängen sind häufiger betroffen. Enge oder behaarte Gehörgänge schaffen ein Klima, in dem sich Keime besonders wohl fühlen.
Hormonelle Ursachen
Wiederkehrende Ohrenentzündungen können auch hormonell bedingt sein. Eine Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose) oder Morbus Cushing (Cortisolüberschuss) schwächen die Hautbarriere und begünstigen anhaltende Infektionen im Gehörgang. Bei immer wiederkehrenden Entzündungen ohne klare Ursache lohnt sich eine Blutuntersuchung zum Ausschluss dieser Grunderkrankungen.
Fachbegriffe einfach erklärt
Diese Begriffe begegnen Ihnen, wenn es um Ohrprobleme bei Hund und Katze geht.
Wann sollten Sie einen Spezialisten aufsuchen?
Bitte ankreuzen, was auf Ihr Tier zutrifft. Ab zwei Häkchen kann eine tierdermatologische Untersuchung sinnvoll sein.
- Die Ohrenentzündung ist bereits zum zweiten oder dritten Mal aufgetreten
- Ihr Hund schüttelt häufig den Kopf oder kratzt sich an den Ohren
- Aus dem Ohr tritt Ausfluss aus oder es riecht ungewöhnlich
- Ihr Hund reagiert schmerzempfindlich beim Berühren der Ohren
- Die Entzündung kehrt trotz Behandlung immer wieder zurück
- Gleichzeitig bestehen andere Hautsymptome (Juckreiz, Pfoten lecken, Hautveränderungen)
- Eine Grunderkrankung wurde bisher nicht untersucht oder ausgeschlossen
Das klingt nach einem Fall für die Tierdermatologie.
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Wiederkehrende Ohrenentzündungen haben fast immer eine behandelbare Grundursache. Eine gründliche Untersuchung ist der erste Schritt zur dauerhaften Verbesserung.
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