Wenn Fell verloren geht – was steckt dahinter?
Fellverlust betrifft Katzen wie Hunde gleichermaßen und ist selten nur ein kosmetisches Problem. Hier erfahren Sie, welche Erkrankungen dahinterstecken können und wann ein Spezialist weiterhelfen sollte.
Termin vereinbaren
👆 Auf eine Textbox tippen für bessere Lesbarkeit
Die häufigsten Krankheitsbilder
Fellverlust ist immer ein Symptom – kein eigenständiges Krankheitsbild. Diese vier Ursachen stecken am häufigsten dahinter.
Allergien
Hunde und Katzen können auf Umweltstoffe wie Staub oder Pollen allergisch reagieren. Auch eine Futtermittelallergie ist möglich – zur Abklärung bewährt sich eine Ausschlussdiät über 8–10 Wochen. Typisch sind Juckreiz, Hautentzündungen und Fellverlust an Bauch oder Flanken. Bessern sich die Zeichen während der Diät und kehren nach Wiedereingabe zurück, ist eine Futtermittelallergie sehr wahrscheinlich.
Stress und Umgebungsveränderungen
Anhaltender Stress – durch Umzüge, neue Mitbewohner oder veränderte Routinen – kann bei Katzen zu psychogenem Fellverlust führen, bei dem sich das Tier übermäßig leckt oder zupft. Bei Hunden äußert sich Stress eher durch Pfotenlecken und allgemeinen Juckreiz. Trockene Heizungsluft im Winter verschlechtert zusätzlich die Hautbarriere. Essentielle Fettsäuren und regelmäßiges Bürsten helfen, Haut und Fell stabil zu halten.
Hormonelle Hauterkrankungen
Hormonelle Erkrankungen zeigen sich am Fell meist durch symmetrischen Haarausfall an Flanken und Rumpf – das Fell wird stumpf und schütter, ohne dass das Tier sichtbar kratzt. Bei der Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose) treten Symptome oft erst auf, wenn bereits ein Großteil der Drüse nicht mehr arbeitet. Morbus Cushing: Ein Cortisolüberschuss wird häufig durch einen Tumor der Hypophyse oder der Nebennierenrinde ausgelöst. Betroffen sind vor allem ältere Hunde. Pudel und Dackel sind häufiger betroffen als andere Rassen. Ohne Blutuntersuchung lässt sich keine sichere Diagnose stellen.
Nicht entzündliche Alopezien
Nicht entzündliche Alopezien führen zu Fellverlust an verschiedenen Körperstellen. Beispiele sind die saisonale Flankenalopezie, Follikeldysplasie, Farbmutantenalopezie und Alopecia X. Es handelt sich überwiegend um kosmetische Probleme, bei denen meist nur wenige Behandlungsmöglichkeiten bestehen. Die Diagnose erfolgt über eine Hautbiopsie.
Fachbegriffe einfach erklärt
Diese Begriffe begegnen Ihnen, wenn es um Fell- und Hautprobleme bei Hund und Katze geht.
Wann sollten Sie einen Spezialisten aufsuchen?
Bitte ankreuzen, was auf Ihr Tier zutrifft. Ab zwei Häkchen kann eine tierdermatologische Untersuchung sinnvoll sein.
- Die kahlen Stellen werden größer oder breiten sich aus
- Ihr Tier leckt, kratzt oder beißt sich übermäßig
- Die Haut unter dem fehlenden Fell ist gerötet, entzündet oder schuppig
- Sie waren bereits bei einem Tierarzt ohne dauerhaften Behandlungserfolg
- Der Fellverlust tritt trotz einer Ernährungsumstellung weiter auf
- Das Fell wirkt stumpf, verfärbt oder besonders brüchig
- Weitere Symptome wie Juckreiz, Gewichtsveränderungen oder Verhaltensänderungen sind aufgetreten
Das klingt nach einem Fall für die Tierdermatologie.
Termin vereinbarenGemeinsam finden wir die Ursache.
Fellverlust bei Katze oder Hund hat fast immer eine behandelbare Grundursache. Eine gründliche Untersuchung ist der erste Schritt zur Verbesserung.
Termin vereinbaren